Auf den großen Seen Nordamerikas

Mit einem Flug nach Montreal in Kanada, beginnt meine Rundreise auf der MS Hamburg.

Eine sehr ausgefallene, einmalige Route durch Kanäle, mit vielen Schleusen und einer Fahrt über die Großen Seen. Die MS Hamburg wurde extra dafür gebaut, so sagt man. Die Breite des Schiffes ist abgestimmt auf die schmalste Schleuse. Beide Nocks, die äußeren Enden der Kommandobrücke, lassen sich soweit einfahren, dass sie nicht breiter sind, als das Schiff!

Die MS Hamburg liegt direkt in Montreal am Kai, so dass eine Stadtbesichtigung zu Fuß möglich ist. Wir laufen am späten Abend aus. Während Montreal am Horizont verschwindet, gibt die Besatzung und die Crew auf dem kleinen, überschaubaren Schiff alles. Die MS Hamburg hat nur 197 Kabinen und die sind mit maximal  400 Gästen belegt. Das Abendessen ist vorbereitet und ich kann den ersten Tag bei einem reichhaltigen Buffet ausklingen lassen. In den nächsten Tagen kommt viel Arbeit auf unseren Kapitän und die Besatzung zu, da jede Schleuse einer genauen Manöverierung der MS Hamburg bedarf. Ich merke davon nichts, bin bei jedem Steuerungsmanöver wieder an Deck und verfolge die Fahrt. Es gibt entlang der Kanäle Klappbrücken, Hebebrücken und Drehbrücken. Alle müssen bewegt werden und da Sonntag ist, stehen an den Schleusen und Brücken viele schaulustige Kanadier und winken.

Wir kommen gut voran und erreichen mit einem Landausflug die Niagarafälle. Ein tolles Erlebnis und das bei herrlichstem Sonnenschein. Ein schöner Tag, den ich am Abend im a-la-carte-Restaurant ausklingen lasse. Ich habe immer die Wahl zwischen Buffet oder einem a-la-carte Essen. Übrigens: auch zum Frühstück kann a-la-carte gewählt werden. So nach und nach öffnen sich die Kanäle zu breiten Seen. Alle haben unterschiedliche Größen und Tiefen. Deshalb werden während der gesamten Reise auch lokale Lotsen mit an Bord genommen. Die täglichen Ausflüge und Reiseerlebnisse wechseln nun zwischen Großstadt- und Naturausflügen. So mache ich z. B. einen Ausflug ins Harley Davidson Museum Milwaukee. Auch eine Brauereibesichtigung gehört dazu. Die deutschen Auswanderer, die es hier in großer Zahl gibt, haben viele Brauereien gegründet. Als Abwechslung zur Stadt kommt jetzt ein ganz besonderes Erlebnis: Mackinac Island, eine kleine Insel ohne Autos, nur Pferdekutschen sind erlaubt. Puppenstubengleich stehen hier viele bunte Häuser. Dort miete ich mir ein Fahrrad, um die Insel zu erkunden.

Zurück an Bord gibt mir die persönliche Begrüßung der Crew ein Gefühl von „nach Hause kommen“. Mittlerweile kennen sich viele persönlich und alle freuen sich auf einen entspannten Abend mit etwas Unterhaltung an Bord.

Gerne erzähle ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch mehr über diese schöne Reise.

Ihr Karl-Heinz Burgdörfer.