Gütersloh

Madeira – Insel der Naturwunder

Am 03. November 2020 bin ich trotz Covid19 nach Madeira gestartet. Obwohl es keine Reisewarnung gibt, blieb ein kleines flaues Gefühl im Bauch, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt mit all den Sicherheitsvorschriften und Hygieneregeln.

Die Zeit im Flieger war erstaunlich entspannt; ich hatte mich schnell an das ununterbrochene Tragen des Mund-Nasen-Schutzes gewöhnt und da niemand ohne Maske an Bord gelassen wird und das Tragen des Schutzes auch peinlich kontrolliert wird, habe ich mich völlig sicher gefühlt.

Nach der Ankunft wurde ich in ein Corona-Testzentrum geführt und habe einen kostenlosen PCR-Test durchführen lassen (dieser ist aktuell Pflicht!). Nach nur ca. 25 Minuten konnte ich zu meinem Shuttle-Bus gehen. Angekommen im Hotel habe ich es mir im Zimmer gemütlich gemacht und auf das Ergebnis gewartet – das kam wenige Stunden später per Email an.

Die Entdeckung der Blumeninsel konnte losgehen: Schauinsland-Reisen hatte für unsere Gruppe einige tolle Tage vorbereitet!

Ausgehend von unserem Hotel, dem „BAIA AZUL“, das mitten in der Hotelzone Funchals liegt und einen direkten Zugang zur Promenade hat, sind wir gestartet und haben zu Fuß einige weitere Hotels besucht, um einen Eindruck von den verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten zu bekommen. Das Hotelangebot ist hervorragend und jedes Haus verfügt über wunderschöne Garten- und Poolanlagen mit tropischer Vegetation. Auf Madeira verfügen die Hotels fast immer über Indoor-Pools, so dass auch in den etwas kühleren Wintermonaten Bademöglichkeiten vorhanden sind. Ebenso finden sich überall großzügige SPA-Bereiche zur Entspannung.

Auf Madeira gibt es so viel zu unternehmen und entdecken: An erster Stelle Funchal als Hauptort! Hier lässt sich die Altstadt mit kleinen malerischen Gassen, die Markthalle mit ihren frischen Früchten und fangfrischem Fisch, sowie der Hafenbereich gut zu Fuß erkunden. Wer mag, kann auch die Seilbahn hinauf nach Monte nehmen und von dort mit den berühmten Korbschlitten wieder den Berg hinab fahren. Oder noch weiter per Seilbahn bis zum spektakulären Botanischen Garten, der eine wahre Farbenpracht bietet. Es gibt wohl kaum eine Pflanze, die nicht auf Madeira gedeiht!

Von dort oben genießt man eine atemberaubende Aussicht in alle Himmelsrichtungen und bekommt einen guten Eindruck, wie steil es auf dieser Insel sein kann.

Madeira hat eine beeindruckende Berglandschaft mit drei Gipfeln über 1800 Metern. Hier sind natürlich Wanderer, die anspruchsvolle Strecken mögen, genau richtig. Ebenso kommen auch viele Mountainbiker auf die Höhe, um anschließend die Abfahrt durch Gebirgswiesen und dichte Wälder zu genießen. Die atemberaubende Aussicht z.B. vom Pico do Arieiro (von Funchal aus gut mit dem Auto erreichbar) ist aber für jeden Besucher ein Highlight.

Am Abend ist die Aussicht auf das erleuchtete Funchal ein absolutes Muss!!! Vielleicht ja auch von der Dachterrasse eines der erstklassigen „Stadthotels“ wie dem „CASTANHEIRO BOUTIQUE HOTEL“ oder dem „MADEIRA PANORAMICO“.  

Mein Tipp: Wer ein spektakuläres Feuerwerk an Silvester erleben möchte, ist in Funchal genau richtig!

Etwas östlich von Funchal liegt der Ort Canico, etwa 15 Minuten mit dem Auto von Funchal entfernt. Hier ist es ruhiger als in der quirligen Hotelzone. Dieser Ort empfiehlt sich z.B. für Taucher, die im Hotel „SENTIDO GALOMAR“ eine hervorragende, mehrfach ausgezeichnete Tauchbasis und -schule finden! Das Nachbarhotel „SENTIDO GALOSOL“ ist ein Familienhotel mit sehr großem Sportangebot. Beide Häuser sind miteinander verknüpft und legen sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit!

Unsere Reise hat uns nach drei Nächten weiter an die Westküste bis nach Calheta geführt. An der malerischen Küste entlang findet man kleinere Orte mit wunderschönen Bananenplantagen oder Zuckerrohrfeldern und immer wieder bietet sich eine unglaubliche Aussicht auf das Meer!

Die Straße windet sich hinauf bis „Cabo Girao“, mit 580 Metern die zweithöchste Steilklippe der Welt! Hier gibt es eine Aussichtsplattform mit Glasboden, die zu „normalen Zeiten“ bis zu 2.000 Touristen pro Tag anzieht! Wir haben diese Aussicht alleine erleben dürfen und haben in dieser unvergleichlichen Corona-Zeit eine unvergessliche Erinnerung geschenkt bekommen.

In Calheta angekommen, haben wir im Hotel „SACCHARUM“ eingecheckt. Direkt in den Hang gebaut, kann man sich an diesem Ort so richtig erholen. Ein kleiner Yachthafen ist in unmittelbarer Nähe und einige kleine Geschäfte sind auch nicht weit. Das Hotel verfügt über einen einmaligen Infinity-Pool und ein hervorragendes Restaurant.

Von diesem Standort aus kann man tolle Wanderungen entlang der berühmten Levadas starten oder auch z.B. mit dem Jeep eine abenteuerliche Tour bis an die Nordküste unternehmen. Der Norden der Insel steht der wilden irischen Steilküstenlandschaft in nichts nach. Kühler aber ursprünglicher als die Südküste, findet man hier fantastische Steilküsten und überall kleine Wasserfälle.

Unbedingt sehenswert sind die Naturschwimmbäder in Porto Moniz. Hier spült das Meer das Wasser in die in die Felsen eingebauten Schwimmbecken! Eine einmalige Bademöglichkeit!

Nach fünf erlebnisreichen Tagen nahte dann der Moment des Abschieds. Gerne hätte ich die Unbeschwertheit noch etwas länger genossen, denn alles hat sich sicher und richtig angefühlt. Gut organisierte Hygienekonzepte in den Hotels ermöglichen ein ungetrübtes Urlaubserlebnis und Flugreisen sind auch in dieser Zeit machbar und empfehlenswert!

Mein Fazit:

Madeira bietet für alle eine tolle Urlaubsmöglichkeit, ob als Wanderer oder Sportler, Städtereisender in Funchal oder Erholungssuchender in einem tollen Hotel an der Südküste! Naturliebhaber und Feinschmecker sind hier genauso richtig, wie Familien mit Kindern. Es gibt kaum eine Destination, die so viel anbietet!

Ihre Nicola Portmann